Ich muß gestehen, dass ich zur Zeit eigentlich recht wenig Zeit gehabt hätte, um mir die Leseprobe des Buches “Vor allen Nächten” von Dara Horn durchzulesen und meine Meinung dazu abzugeben.
Aber solch einen starken Beginn eines Buches liest man selten. Ich konnte einfach nicht mehr aufhören zu lesen und werde mir das Buch und gewiß auch die anderen schon erschienenen Bücher von Dara Horn unbedingt auf meine Wunschliste setzen.
Man darf die Lebensgeschichte von Jacob Rappaport miterleben zur Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges. Als 19jähriger Sohn eines von Bayern nach Amerika ausgewanderten erfolgreichen jüdischen Tuchhändlers steht ihm eine Heirat mit der geistig etwas zurückgebliebenen Tochter eines mit der Familie Rappaport befreundeten Reeders bevor und er entzieht sich dem Ganzen durch Einberufung in die Nordstaatenarmee.
Unter den Söhnen von Farmern, Schustern und Arbeitern beginnt er sich zunehmend wohl zu fühlen und beginnt, sein eigenes Leben in die Hand zu nehmen, vertraut seine bisherige Geschichte aber im Zustand der Trunkenheit einem Sergeant Mendoza an, ebenfalls jüdischer Herkunft und überzeugter Patriot, der diese Informationen umgehend an die Befehlshaber weitergibt.
Jacob wird daraufhin auf seinen eigenen Onkel Harris Hyams angesetzt, der enge Verbindungen zu engsten Vertrauten von Jefferson Davis unterhalten soll und sogar dabei sei, einen Mordanschlag auf Abraham Lincoln vorzubereiten. Um diesen Mord zu verhindern, soll er selbst einen begehen: er soll seinen eigenen Onkel vergiften oder bei einem Scheitern Selbstmord begehen. Der befehlsgebende General setzt ihn sogar unter psychischen Druck, indem er ihn an seine Ehre als amerikanischer Staatsbürger und Angehöriger des jüdischen Volkes ermahnt. Er habe Vorbildfunktion und eine außergewöhnliche Verantwortung und somit eine regelrechte Mission im Sinne der Freiheit zu erfüllen.
Nicht nur die amerikanische Geschichte, vor allem rund um den amerikanischen Bürgerkrieg, fasziniert mich, sondern auch die Erzählweise von Dara Horn. Man merkt sofort, hier erzählt jemand, der komplexe Hintergründe und Zusammenhänge versteht und fähig ist, sie zu einer äußerst dichten und spannenden Geschichte zu verweben.
Ein amerikanischer Jude im Sezessionskrieg: Der Sohn einer reichen Kaufmannsfamilie aus den Südstaaten flieht vor drückenden familären Verpflichtungen in den Norden und schließt sich den Unionstruppen an. Er fühlt sich als Amerikaner und muss feststellen, dass man in ihm den Juden sieht. Eine halsbrecherische Mission wird ihm aufgezwungen: der Meuchelmord an seinem Onkel, der angeblich plant, Abraham Lincoln zu töten.
Ich durfte vor Erscheinen ein Probekapitel lesen, das sehr neugierig auf das ganze Buch macht.
Die Hauptfigur des Romans ist Jacob Rappaport, ein Sohn eines jüdischen Einwanderers. Sein Vater Marcus hat sich nach seiner Immigration in die USA aus dem Nichts eine gut laufende Import-Export Firma aufgebaut und behandelt Jacob wie eine Investition. Marcus arrangiert für seinen Sohn die Hochzeit mit Emma, einem geistig zurückgeblieben Mädchen. Wieder stehen hier nur die Geschäfte im Vordergrund und nicht das wohl seines Sohnes Jacob. Mit der Vermählung der beiden würde Marcus die Firma seines Konkurrenten für einen Spottpreis erhalten. Jacob ist sprachlos über diese Entscheidung, willigt aber aufgrund des großen Drucks der auf ihm lastet ein. Einen Tag vor der Hochzeit flieht Jacob und meldet sich freiwillig bei der Armee, um als Soldat auf der Seite der Nordstaatler gegen die Sklaverei zu kämpfen.
Jacob genießt das einfache Soldatenleben bis zu dem Zeitpunkt an dem seine Vorgesetzten erfahren dass sein Onkel Harris Hyams ist. Harris Hyams wohnt in New Orleans und es gibt angeblich Beweise dass er einen Anschlag auf das Leben von Abraham Licoln geplant hat. Jacobs Vorgesetzte fordern den 19jährigen auf seinem Onkel einen Besuch abzustatten und ihn beim jüdischen Pessachfest mit Gift zu ermorden. Jacob nimmt den Auftrag an.
Hier endet leider die Leseprobe aber aus den ersten Seiten geht für mich hervor dass sich der Roman um das Erwachsen werden von Jacob Rappaport handelt. Ein Junge der aufgrund seiner Selbstzweifel von seinem Vater verachtet wird muss lernen seine eigenen Entscheidungen zu treffen und dafür die Verantwortung zu übernehmen. Er hätte schon auf den ersten paar Seiten die Möglichkeit gehabt sich gegen eine Hochzeit mit Emma auszusprechen oder er hätte sich weigern können seinen Onkel umzubringen. Ich erhoffe mir vom Rest des Buches dass sich der Charakter des Jacobs im Laufe der Handlung verändert und vor allem festigt und er eines Tages richtig und falsch unterscheiden und sein Leben nach eigenen Wünschen gestalten kann.
1861. Eine interessante Ausgangsposition bietet der Beginn der Leseprobe und mit dem jungen Juden Jacob eine spannende Hauptfigur aus New York, den ich auf Anhieb mag. Um einer ungewünschten Verheiratung zu entgehen, wird er als Nordstaatler Soldat.
Sein Onkel Harris Hyams lebt in New Orleans und ist ein Spion für die Konföderierten
Jakob bekommt einen brisanten Auftrag und über den weiteren Verlauf darf man sehr gespannt sein.
Einen angenehmen, leicht und flüssig zu lesenden Stil kennzeichnet Dara Horns Prosa.
Dana Horn ist mir bisher unbekannt gewesen, aber das hat sich ja nun geändert.
Der Schreibstil des Buches gefällt mir sehr gut und vor allem die historischen Hintergründe wecken mein Interesse.
Ich bin soeben von einer USA-Rundreise zurückgekehrt und Bücher über die USA wecken wieder das Fernweh bei mir.
Städte wie Vicksburg, New York und auch NewOrleans wecken in mir gerade erlebte Erinnerungen, lassen mich aber auch an die geschichtlichen Ereignisse denken.
In meinem Bücherschrank habe ich bereits einen Roman von Dara Horn “Die kommende Welt” – deswegen sprach mich die Testleseaktion direkt an.
Bereits die ersten Zeilen versprechen eine interessante Geschichte: der junge Jacob spricht von einem Vorhaben, das er als falsch empfindet und das hat mit Gift zu tun, während er sich auf einem Schmugglerschiff aufhält.
Warum ist er dort und was hat er mit dem Gift vor?
Die Geschichte spielt im 19. Jhr. während des amerikanischen Bürgerkriegs. Jacob soll gegen seinen Willen mit der debilen Emma verheiratet werden, damit sein Vater eine enorme Mitgift erhält. In seiner Verzweiflung meldet er sich vor der Hochzeit zum Militärdienst.
Ein sehr unterhaltsames Buch, mit einem flüssigen und in den Bann ziehenden Schreibstil – auch die Hinweise auf die amerikanische Geschichte finde ich sehr interessant. Für mich eine sehr gelungene Leseprobe, die die Neugier beim Leser weckt.
Ich hoffe, dass man von Dara Horn noch mehr hören wird.
Der Roman “Vor allen Nächten” von Dara Horn spielt zur Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs. Die jüdische Hauptfigur Jacob Rapapport flieht vor einer arrangierten Hochzeit und wird Soldat. Er erhält den Auftrag seinen eigenen Onkel während des Pessachfests zu vergiften, welcher angeblich plant Abraham Lincoln umzubringen. Jacob sieht darin eine Möglichkeit seine Loyalität zu beweisen und nimmt die Mission an. An dieser Stelle endet auch schon die kurze Leseprobe aber diese wenigen Seiten haben ausgereicht, um mich sehr neugierig zu machen. Mich interessiert dabei natürlich wie es mit Jacob weitergeht und ob er seinen Onkel wirklich ermorden wird. Außerdem sind die historischen Aspekte bei diesem Roman sehr interessant. Der Schreibstil von Dara Horn ist angenehm zu lesen und leicht verständlich und dadurch meiner Meinung nach z. B. eine ideale Urlaubslektüre.
Die Leseprobe fängt interessant an.
Ich habe bis jetzt noch nichts von Dara Horn gelesen, das wird sich jetzt ändern.
Der Schreibstil gefällt mir.
Jacob Rappaport flieht vor der Hochzeit zum Militär, ist ja ein bisschen Feige, aber naja. Er scheint mir ziemlich naiv zu sein.
Jetzt soll er seinen Onkel umbringen, der ein Spion der Konföderierten sein soll.
Seine Vorgesetzten behandeln ihn ziemlich herablassend.
Jetzt möchte ich gerne wissen, wie es mit Jacob weitergeht.
Was für ein fulminanter Auftakt! Dara Horn lässt in “Vor allen Nächten” das Amerika des 19. Jahrhunderts, das sich im Bürgerkrieg befindet , lebhaft wiederauferstehen.
Der 19jährige Jude Jacob Rappaport, Einwanderer der in der zweiten Generation, soll die geistig zurückgebliebene Tochter eines Geschäftspartners seines Vaters heiraten. Am Abend vor der Hochzeit flüchtet er und schließt sich dem Heer der Nordstaaten an. Dort kommt heraus, dass er mit einem Mann namens Harry Hyams ist, einem wichtigen Spitzel der Konföderierten. Jacob, der sich als Amerikaner versteht, wird damit konfrontiert, was man tatsächlich von ihm hält. Auch in Amerika betrachtet man ihn aufgrund seiner Herkunft als minderwertig und appelliert an ihn, seiner “Rasse” Ehre zu machen. So wird er beauftragt, seinen Onkel Harry Hyams zu ermorden und befindet sich am Ende der Leseprobe versteckt an Bord eines Schiffes auf dem Weg dorthin.
Von Dara Horn habe ich vorher nie gehört und auch von der Inhaltsbeschreibung auf Amazon könnte dieses Buch eines von vielen sein. Doch Horns wunderbarer Schreibstil und ihr eingängiger Auftakt haben mich sehr überzeugt und ich hätte gern weitergelesen. Zumal die Geschichte – mit diesen Voraussetzungen – verspricht, wunderbar, fesselnd und ergreifend zu werden. Zudem interessiert es mich, ob Jacob im Laufe seiner weiteren Entwicklung lernt und zu der Einsicht kommt, das er bereits zu diesem Punkt in seinem Leben mehrfach hätte “Nein” sagen und somit den Verlauf seiner Geschichte ändern können.
Die mehrfach preisgekrönte amerikanische Autorin Dara Horn erzählt in ihrem neuen Roman “Vor allen Nächten” die ungewöhnliche Geschichte eines jungen jüdischen Emigranten und seiner Familie in den Wirren des Amerikanischen Bürgerkriegs.
Jacob ist 19 und soll der Reederei seines Vaters durch die Heirat mit der geistig zurückgebliebenen Emma zu weiterem Wohlstand verhelfen. Unfähig, sich dem Wunsch der Eltern offen zu widersetzen, zieht Jacob lieber auf Seiten der Yankees in den Krieg. Doch auch in der Armee wird er schnell zum Spielball politischer Interessen und ehrgeiziger Befehlshaber, was schwerwiegende Folgen für ihn und seine Angehörigen hat.
Wenn man es genau nimmt, so sind in den letzten Jahrzehnten natürlich auch schon andere Bücher erschienen, deren Handlung vor dem Hintergrund des Sezessionskriegs angesiedelt ist. “Vor allen Nächten” scheint sich jedoch gleich in mehreren Punkten von seinen Vorgängern abzuheben. Zum einen handelt es sich meines Wissens um den ersten Roman, der die Themen Judentum und Amerikanischer Bürgerkrieg miteinander verbindet. Infolgedessen habe ich sehr interessiert den latenten Antisemitismus verfolgt, der sich gegen Ende der Leseprobe in den Reden der Nordstaaten-Kommandanten widerspiegelt.
Zudem verfügt die Autorin ganz offensichtlich über die seltene Gabe, dem Leser lang zurückliegende historische Ereignisse durch einen sehr frischen, modernen Schreibstil gerade auf emotionaler Ebene näher zu bringen. Die Spannungskurve steigt linear mit der Seitenzahl und es bleibt trotzdem noch genügend Raum für detaillierte menschliche Psychogramme. In dieser überaus ansprechenden und lebensnahen Form macht Geschichte wirklich Spaß und ich habe große Lust, den momentan noch sehr unerfahrenen und leicht manipulierbaren Jacob auf seinem Weg in ein selbstbestimmtes Leben zu begleiten. Der Roman besitzt ganz ohne Zweifel einen hohen Unterhaltungswert und verwebt kunstvoll eine längst vergangene Zeit mit heutigen Denkmustern!
Jacob Rappaport, neunzehn Jahre alt und Sohnt jüdischer Eltern. Sein Leben ändert sich an einem Märzabend im Jahre 1861.
Bei einem Empfang geht sein Vater eine zweifelhafte Verbindung mit einer anderen jüdischen Familie, den Jonas, die genauso wie die Rappaports der besseren jüdischen Gesellschaft angehören. Der Deal: Jacob bekommt die Reederei der Jonas zum halben Preis wenn er dessen offensichtlich geistig behinderte Tochter Emma zur Frau nimmt.
Doch dies alles ist nicht das was Jacob will. Am Abend vor der Hochzeit haut Jacob ab und meldet sich beim New Yorker Infanterieregiment. Nach einiger Zeit beim Regiment, die ihm trotz allem sehr gefiel, wird Jacob dazu angestiftet seinen Onkel Harris Hyams zu ermorden. Dieser soll angeblich an einem Komplot gegen Präsident Lincoln beteiligt sein. Aus unerfindlichen Gründen stimmt Jacob dem zu.
Jetzt sitzt er da, im inneren eines Schiffs mit dem Päckchen Gift in der Tasche und weiß überhaupt nicht warum er auf diesen Vorschlag eingegangen ist.
Meine Meinung:
Das Buch ist gut geschrieben. Der Text lässt sich leicht und flüssig lesen.
Bis jetzt habe ich derartige Bücher immer mit einer Frau in der Hauptrolle gelesen. Ist interessant zu erfahren wie es für einen Mann ist wenn er zwangsverheiratet wird. Finde es super, dass Jacob den Mut hat bei diesem Spiel nicht mitzuspielen und abhaut um sein eigenes Leben zu leben.
Was ihn allerdings dazu getrieben hat auf den Vorschlag seinen Onkel, den er zwar nicht leiden kann, umzubringen versteh ich nicht.
Bin gespannt zu erfahren wie die Komplot-Geschichte ausgeht und wie das Leben von Jacob sich sonst noch entwickelt.
bilandia Testleseaktion zu “Vor allen Nächten” von Dara Horn « sagte
[...] Hier die Leseprobe herunterladen oder ansehen 2. Hier bis zum 14.07.2009 einen Kommentar hinterlassen und uns deine Meinung zur Leseprobe [...]
Hedwig sagte
Ich muß gestehen, dass ich zur Zeit eigentlich recht wenig Zeit gehabt hätte, um mir die Leseprobe des Buches “Vor allen Nächten” von Dara Horn durchzulesen und meine Meinung dazu abzugeben.
Aber solch einen starken Beginn eines Buches liest man selten. Ich konnte einfach nicht mehr aufhören zu lesen und werde mir das Buch und gewiß auch die anderen schon erschienenen Bücher von Dara Horn unbedingt auf meine Wunschliste setzen.
Man darf die Lebensgeschichte von Jacob Rappaport miterleben zur Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges. Als 19jähriger Sohn eines von Bayern nach Amerika ausgewanderten erfolgreichen jüdischen Tuchhändlers steht ihm eine Heirat mit der geistig etwas zurückgebliebenen Tochter eines mit der Familie Rappaport befreundeten Reeders bevor und er entzieht sich dem Ganzen durch Einberufung in die Nordstaatenarmee.
Unter den Söhnen von Farmern, Schustern und Arbeitern beginnt er sich zunehmend wohl zu fühlen und beginnt, sein eigenes Leben in die Hand zu nehmen, vertraut seine bisherige Geschichte aber im Zustand der Trunkenheit einem Sergeant Mendoza an, ebenfalls jüdischer Herkunft und überzeugter Patriot, der diese Informationen umgehend an die Befehlshaber weitergibt.
Jacob wird daraufhin auf seinen eigenen Onkel Harris Hyams angesetzt, der enge Verbindungen zu engsten Vertrauten von Jefferson Davis unterhalten soll und sogar dabei sei, einen Mordanschlag auf Abraham Lincoln vorzubereiten. Um diesen Mord zu verhindern, soll er selbst einen begehen: er soll seinen eigenen Onkel vergiften oder bei einem Scheitern Selbstmord begehen. Der befehlsgebende General setzt ihn sogar unter psychischen Druck, indem er ihn an seine Ehre als amerikanischer Staatsbürger und Angehöriger des jüdischen Volkes ermahnt. Er habe Vorbildfunktion und eine außergewöhnliche Verantwortung und somit eine regelrechte Mission im Sinne der Freiheit zu erfüllen.
Nicht nur die amerikanische Geschichte, vor allem rund um den amerikanischen Bürgerkrieg, fasziniert mich, sondern auch die Erzählweise von Dara Horn. Man merkt sofort, hier erzählt jemand, der komplexe Hintergründe und Zusammenhänge versteht und fähig ist, sie zu einer äußerst dichten und spannenden Geschichte zu verweben.
Da macht das Lesen Freude.
miko sagte
Ein amerikanischer Jude im Sezessionskrieg: Der Sohn einer reichen Kaufmannsfamilie aus den Südstaaten flieht vor drückenden familären Verpflichtungen in den Norden und schließt sich den Unionstruppen an. Er fühlt sich als Amerikaner und muss feststellen, dass man in ihm den Juden sieht. Eine halsbrecherische Mission wird ihm aufgezwungen: der Meuchelmord an seinem Onkel, der angeblich plant, Abraham Lincoln zu töten.
Ich durfte vor Erscheinen ein Probekapitel lesen, das sehr neugierig auf das ganze Buch macht.
Alex sagte
Die Hauptfigur des Romans ist Jacob Rappaport, ein Sohn eines jüdischen Einwanderers. Sein Vater Marcus hat sich nach seiner Immigration in die USA aus dem Nichts eine gut laufende Import-Export Firma aufgebaut und behandelt Jacob wie eine Investition. Marcus arrangiert für seinen Sohn die Hochzeit mit Emma, einem geistig zurückgeblieben Mädchen. Wieder stehen hier nur die Geschäfte im Vordergrund und nicht das wohl seines Sohnes Jacob. Mit der Vermählung der beiden würde Marcus die Firma seines Konkurrenten für einen Spottpreis erhalten. Jacob ist sprachlos über diese Entscheidung, willigt aber aufgrund des großen Drucks der auf ihm lastet ein. Einen Tag vor der Hochzeit flieht Jacob und meldet sich freiwillig bei der Armee, um als Soldat auf der Seite der Nordstaatler gegen die Sklaverei zu kämpfen.
Jacob genießt das einfache Soldatenleben bis zu dem Zeitpunkt an dem seine Vorgesetzten erfahren dass sein Onkel Harris Hyams ist. Harris Hyams wohnt in New Orleans und es gibt angeblich Beweise dass er einen Anschlag auf das Leben von Abraham Licoln geplant hat. Jacobs Vorgesetzte fordern den 19jährigen auf seinem Onkel einen Besuch abzustatten und ihn beim jüdischen Pessachfest mit Gift zu ermorden. Jacob nimmt den Auftrag an.
Hier endet leider die Leseprobe aber aus den ersten Seiten geht für mich hervor dass sich der Roman um das Erwachsen werden von Jacob Rappaport handelt. Ein Junge der aufgrund seiner Selbstzweifel von seinem Vater verachtet wird muss lernen seine eigenen Entscheidungen zu treffen und dafür die Verantwortung zu übernehmen. Er hätte schon auf den ersten paar Seiten die Möglichkeit gehabt sich gegen eine Hochzeit mit Emma auszusprechen oder er hätte sich weigern können seinen Onkel umzubringen. Ich erhoffe mir vom Rest des Buches dass sich der Charakter des Jacobs im Laufe der Handlung verändert und vor allem festigt und er eines Tages richtig und falsch unterscheiden und sein Leben nach eigenen Wünschen gestalten kann.
Klaus sagte
1861. Eine interessante Ausgangsposition bietet der Beginn der Leseprobe und mit dem jungen Juden Jacob eine spannende Hauptfigur aus New York, den ich auf Anhieb mag. Um einer ungewünschten Verheiratung zu entgehen, wird er als Nordstaatler Soldat.
Sein Onkel Harris Hyams lebt in New Orleans und ist ein Spion für die Konföderierten
Jakob bekommt einen brisanten Auftrag und über den weiteren Verlauf darf man sehr gespannt sein.
Einen angenehmen, leicht und flüssig zu lesenden Stil kennzeichnet Dara Horns Prosa.
Flake sagte
Wie wird es mit Jacob weitergehen.
Dana Horn ist mir bisher unbekannt gewesen, aber das hat sich ja nun geändert.
Der Schreibstil des Buches gefällt mir sehr gut und vor allem die historischen Hintergründe wecken mein Interesse.
Ich bin soeben von einer USA-Rundreise zurückgekehrt und Bücher über die USA wecken wieder das Fernweh bei mir.
Städte wie Vicksburg, New York und auch NewOrleans wecken in mir gerade erlebte Erinnerungen, lassen mich aber auch an die geschichtlichen Ereignisse denken.
Ich bin gespannt.
Marga sagte
In meinem Bücherschrank habe ich bereits einen Roman von Dara Horn “Die kommende Welt” – deswegen sprach mich die Testleseaktion direkt an.
Bereits die ersten Zeilen versprechen eine interessante Geschichte: der junge Jacob spricht von einem Vorhaben, das er als falsch empfindet und das hat mit Gift zu tun, während er sich auf einem Schmugglerschiff aufhält.
Warum ist er dort und was hat er mit dem Gift vor?
Die Geschichte spielt im 19. Jhr. während des amerikanischen Bürgerkriegs. Jacob soll gegen seinen Willen mit der debilen Emma verheiratet werden, damit sein Vater eine enorme Mitgift erhält. In seiner Verzweiflung meldet er sich vor der Hochzeit zum Militärdienst.
Ein sehr unterhaltsames Buch, mit einem flüssigen und in den Bann ziehenden Schreibstil – auch die Hinweise auf die amerikanische Geschichte finde ich sehr interessant. Für mich eine sehr gelungene Leseprobe, die die Neugier beim Leser weckt.
Ich hoffe, dass man von Dara Horn noch mehr hören wird.
Wolfgang sagte
Der Roman “Vor allen Nächten” von Dara Horn spielt zur Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs. Die jüdische Hauptfigur Jacob Rapapport flieht vor einer arrangierten Hochzeit und wird Soldat. Er erhält den Auftrag seinen eigenen Onkel während des Pessachfests zu vergiften, welcher angeblich plant Abraham Lincoln umzubringen. Jacob sieht darin eine Möglichkeit seine Loyalität zu beweisen und nimmt die Mission an. An dieser Stelle endet auch schon die kurze Leseprobe aber diese wenigen Seiten haben ausgereicht, um mich sehr neugierig zu machen. Mich interessiert dabei natürlich wie es mit Jacob weitergeht und ob er seinen Onkel wirklich ermorden wird. Außerdem sind die historischen Aspekte bei diesem Roman sehr interessant. Der Schreibstil von Dara Horn ist angenehm zu lesen und leicht verständlich und dadurch meiner Meinung nach z. B. eine ideale Urlaubslektüre.
Inge sagte
Die Leseprobe fängt interessant an.
Ich habe bis jetzt noch nichts von Dara Horn gelesen, das wird sich jetzt ändern.
Der Schreibstil gefällt mir.
Jacob Rappaport flieht vor der Hochzeit zum Militär, ist ja ein bisschen Feige, aber naja. Er scheint mir ziemlich naiv zu sein.
Jetzt soll er seinen Onkel umbringen, der ein Spion der Konföderierten sein soll.
Seine Vorgesetzten behandeln ihn ziemlich herablassend.
Jetzt möchte ich gerne wissen, wie es mit Jacob weitergeht.
anushka sagte
Was für ein fulminanter Auftakt! Dara Horn lässt in “Vor allen Nächten” das Amerika des 19. Jahrhunderts, das sich im Bürgerkrieg befindet , lebhaft wiederauferstehen.
Der 19jährige Jude Jacob Rappaport, Einwanderer der in der zweiten Generation, soll die geistig zurückgebliebene Tochter eines Geschäftspartners seines Vaters heiraten. Am Abend vor der Hochzeit flüchtet er und schließt sich dem Heer der Nordstaaten an. Dort kommt heraus, dass er mit einem Mann namens Harry Hyams ist, einem wichtigen Spitzel der Konföderierten. Jacob, der sich als Amerikaner versteht, wird damit konfrontiert, was man tatsächlich von ihm hält. Auch in Amerika betrachtet man ihn aufgrund seiner Herkunft als minderwertig und appelliert an ihn, seiner “Rasse” Ehre zu machen. So wird er beauftragt, seinen Onkel Harry Hyams zu ermorden und befindet sich am Ende der Leseprobe versteckt an Bord eines Schiffes auf dem Weg dorthin.
Von Dara Horn habe ich vorher nie gehört und auch von der Inhaltsbeschreibung auf Amazon könnte dieses Buch eines von vielen sein. Doch Horns wunderbarer Schreibstil und ihr eingängiger Auftakt haben mich sehr überzeugt und ich hätte gern weitergelesen. Zumal die Geschichte – mit diesen Voraussetzungen – verspricht, wunderbar, fesselnd und ergreifend zu werden. Zudem interessiert es mich, ob Jacob im Laufe seiner weiteren Entwicklung lernt und zu der Einsicht kommt, das er bereits zu diesem Punkt in seinem Leben mehrfach hätte “Nein” sagen und somit den Verlauf seiner Geschichte ändern können.
Lena sagte
Die mehrfach preisgekrönte amerikanische Autorin Dara Horn erzählt in ihrem neuen Roman “Vor allen Nächten” die ungewöhnliche Geschichte eines jungen jüdischen Emigranten und seiner Familie in den Wirren des Amerikanischen Bürgerkriegs.
Jacob ist 19 und soll der Reederei seines Vaters durch die Heirat mit der geistig zurückgebliebenen Emma zu weiterem Wohlstand verhelfen. Unfähig, sich dem Wunsch der Eltern offen zu widersetzen, zieht Jacob lieber auf Seiten der Yankees in den Krieg. Doch auch in der Armee wird er schnell zum Spielball politischer Interessen und ehrgeiziger Befehlshaber, was schwerwiegende Folgen für ihn und seine Angehörigen hat.
Wenn man es genau nimmt, so sind in den letzten Jahrzehnten natürlich auch schon andere Bücher erschienen, deren Handlung vor dem Hintergrund des Sezessionskriegs angesiedelt ist. “Vor allen Nächten” scheint sich jedoch gleich in mehreren Punkten von seinen Vorgängern abzuheben. Zum einen handelt es sich meines Wissens um den ersten Roman, der die Themen Judentum und Amerikanischer Bürgerkrieg miteinander verbindet. Infolgedessen habe ich sehr interessiert den latenten Antisemitismus verfolgt, der sich gegen Ende der Leseprobe in den Reden der Nordstaaten-Kommandanten widerspiegelt.
Zudem verfügt die Autorin ganz offensichtlich über die seltene Gabe, dem Leser lang zurückliegende historische Ereignisse durch einen sehr frischen, modernen Schreibstil gerade auf emotionaler Ebene näher zu bringen. Die Spannungskurve steigt linear mit der Seitenzahl und es bleibt trotzdem noch genügend Raum für detaillierte menschliche Psychogramme. In dieser überaus ansprechenden und lebensnahen Form macht Geschichte wirklich Spaß und ich habe große Lust, den momentan noch sehr unerfahrenen und leicht manipulierbaren Jacob auf seinem Weg in ein selbstbestimmtes Leben zu begleiten. Der Roman besitzt ganz ohne Zweifel einen hohen Unterhaltungswert und verwebt kunstvoll eine längst vergangene Zeit mit heutigen Denkmustern!
Tatjana Kononenko sagte
Kommentar zu ” Vor allen Nächten” von Dana Horn
Jacob Rappaport, neunzehn Jahre alt und Sohnt jüdischer Eltern. Sein Leben ändert sich an einem Märzabend im Jahre 1861.
Bei einem Empfang geht sein Vater eine zweifelhafte Verbindung mit einer anderen jüdischen Familie, den Jonas, die genauso wie die Rappaports der besseren jüdischen Gesellschaft angehören. Der Deal: Jacob bekommt die Reederei der Jonas zum halben Preis wenn er dessen offensichtlich geistig behinderte Tochter Emma zur Frau nimmt.
Doch dies alles ist nicht das was Jacob will. Am Abend vor der Hochzeit haut Jacob ab und meldet sich beim New Yorker Infanterieregiment. Nach einiger Zeit beim Regiment, die ihm trotz allem sehr gefiel, wird Jacob dazu angestiftet seinen Onkel Harris Hyams zu ermorden. Dieser soll angeblich an einem Komplot gegen Präsident Lincoln beteiligt sein. Aus unerfindlichen Gründen stimmt Jacob dem zu.
Jetzt sitzt er da, im inneren eines Schiffs mit dem Päckchen Gift in der Tasche und weiß überhaupt nicht warum er auf diesen Vorschlag eingegangen ist.
Meine Meinung:
Das Buch ist gut geschrieben. Der Text lässt sich leicht und flüssig lesen.
Bis jetzt habe ich derartige Bücher immer mit einer Frau in der Hauptrolle gelesen. Ist interessant zu erfahren wie es für einen Mann ist wenn er zwangsverheiratet wird. Finde es super, dass Jacob den Mut hat bei diesem Spiel nicht mitzuspielen und abhaut um sein eigenes Leben zu leben.
Was ihn allerdings dazu getrieben hat auf den Vorschlag seinen Onkel, den er zwar nicht leiden kann, umzubringen versteh ich nicht.
Bin gespannt zu erfahren wie die Komplot-Geschichte ausgeht und wie das Leben von Jacob sich sonst noch entwickelt.